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ERITREA

Eritrea

ALLGEMEINES

EritreaIn den Restaurants der großen Städte des Landes dominiert von der Geschichte her die italienische Küche. Massawa ist außerdem für Fischgerichte und Meeresfrüchte bekannt. Vor allem Krabben und Hummer stehen hier oft auf der Speisekarte. Einheimische Gerichte sind sehr scharf gewürzt. Dazu trinkt man Tee und Espresso schwarz mit viel Zucker. In einigen Regionen wird Kaffee mit Ingwer oder schwarzem Pfeffer und Zucker serviert. Leckere Fruchtsäfte aus Banane, Mango und Papaya sind gute Durstlöscher.

LAGE

Der Staat Eritrea liegt im nordöstlichen Afrika. Der Name leitet sich von der alten griechischen Bezeichnung des „Roten Meeres“ ab. Die Hauptstadt Asmara, Assab und Keren zählen zu den größten Städten im Land.
Nachbarländer der am Roten Meer gelegenen Republik sind Äthiopien im Südwesten, Djibouti im Südosten und der Sudan im Nordwesten. Im Küstentiefland herrscht feucht-heißes Klima. Das gebirgige Landesinnere ist fruchtbar und wird landwirtschaftlich genutzt.

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GESCHICHTE

Besiedelt wurde die Region bereits weit in vorchristlicher Zeit durch verschiedene negroide Stämme. Etwa um die Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. wanderten aus dem südarabischen Raum Semiten ein. Bald erfolgte die Gründung des aksumitischen Reiches, das sich neben dem heutigen Eritrea auch auf die Nachbarländer Äthiopien, Sudan und Jemen erstreckte (die Hauptstadt bildete Aksum, gelegen im heutigen Nord-Äthiopien, nahe der Grenze zu Eritrea). Bereits im frühen 1. Jahrtausend bekannte sich der damalige König Ezana zum Christentum; und auch nach der Teilung des Römischen Reiches unterhielt Aksum starke Handelsverbindungen in ganz West- und Mitteleuropa.

Im 7. Jahrhundert führte der stärker werdende Einfluß des Islam zunächst zur wirtschaftlichen Isolation des aksumitischen Reiches, später zu dessen allmählichem Niedergang. In den folgenden Jahrhunderten wurde Eritrea unter anderem von Arabern und Türken, aber auch Äthiopiern und Ägyptern beherrscht. Im Jahre 1881 besetzten schließlich die Italiener den Hafen von Assab (nahe der Grenze zum heutigen Dschibuti gelegen) und begannen mit der Kolonialisierung des Landes. Ausgehend von Assab drangen die europäischen Machthaber schließlich auch ins von äthiopischen Herrschern dominierte Hochland vor: Eritrea wurde 1890 offiziell zur italienischen Kolonie ausgerufen. Die historische Schlacht bei Adua beendete aber am Ausgang des 19. Jahrhunderts die italienischen Bestrebungen, ihren Herrschaftsbereich auch auf Äthiopien auszuweiten.

Der schrittweise wirtschaftliche Ausbau Eritreas ging in den folgenden Jahren einher mit der Ausbeutung vorhandener Ressourcen und einheimischer Arbeitskräfte. Nachdem das Land zwischen 1936 und 1941 einen Teil von „Italienisch-Ostafrika“ gebildet hatte, gemeinsam mit Äthiopien und Somalia, gehörte es nach der Kapitulation zum britischen Verwaltungsgebiet. Dies änderte sich unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg nicht: Erst 1952 wurde das Land zunächst der Verwaltung der Vereinten Nationen unterstellt, die Eritrea – als autonom – dem Einflußbereich Äthiopiens zuordneten. Nachdem Äthiopien das Land 1961 aber besetzte und ein Jahr später die Autonomie aufhob, entwickelten sich erste Unabhängigkeitsbestrebungen gegen die Fremdherrschaft, einhergehend mit massiven Unruhen und Aufständen. Einseitig erklärte sich Eritrea im Jahre 1987 erneut für autonom; der nationalen Befreiungsbewegung konnte sich militärisch gegen die äthiopische Armee durchsetzen.

Ab 1991 übernahm die EPLF schließlich die vollständige administrative und politische Macht im Land. Jahrzehnte des Bürgerkriegs in Eritrea waren zunächst beendet. In einem Referendum 1993 sprach sich eine große Mehrheit der Bevölkerung für eine Unabhängigkeit des Landes aus – dem wurde noch im gleichen Jahr mit der Proklamierung einer souveränen Republik entsprochen; anerkannt auch von äthiopischer Seite. Trotz verstärkter wirtschaftlicher Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern kam es 1998 erneut zu schwerwiegenden Grenzzwischenfällen und Kampfhandlungen, die erst im Jahre 2000 beigelegt werden konnten. Trotz internationaler Vermittlung ist eine endgültige Lösung des Konfliktes nicht absehbar.

KLIMA

Eritrea verfügt über mehrere Klimazonen: Neben dem gemäßigt-milden Klima im Hochland (mit zwei Regenzeiten und Niederschlägen um 500 mm jährlich) gibt es wechselfeuchtes Tropen- bis hin zu Wüstenklima mit kaum meßbaren jährlichen Niederschlägen. In weiten Landesteilen sind die Temperaturen aber gleichbleibend hoch. Durch die Trockensavanne am Roten Meer ist es sehr heiß und trocken.
Im Zeitraum von Juli bis September fällt vor allem im Hochland des Landesinneren viel Regen.

WÄHRUNG

Die Landes-Währung wurde nach der Stadt Nakfa benannt. Dieser Ort war der zentrale Punkt der eritreischen Truppen im Befreiungskrieg und soll den Kampf um die Unabhängigkeit unterstreichen. 1 Euro = 23,3 Nafka (Nfa / ERN).

Kreditkarten der großen internationalen Anbieter werden nicht immer angenommen.

Es gibt in Eritrea keine Geldautomaten. Nur in offiziellen Einrichtungen ist der Umtausch der Währung erlaubt. Die Mitnahme von US Dollar in bar wird empfohlen.

Euro werden dagegen seltener akzeptiert. Jeder Geldwechsel muss auf dem Deklarationsformular eingetragen werden. Dieses Formular bekommt jeder bei der Einreise ausgehändigt.

ETWAS LITERATUR

Das ist die wahre Geschichte von Werner Munzinger aus Olten, Schweiz, der 1852 auszieht, um die Sklaverei in Afrika abzuschaffen. Werner Munzinger flieht, als sein Vater vom bürgerlichen Revolutionär zum Finanzminister avanciert, aus Europa.

Als Händler und Forschungsreisender zieht er nach Kairo und ans Rote Meer, macht sich auf in die unwegsamen Gebirge Abessiniens, den sagenumwobenen Nilquellen entgegen. Er heiratet und wird Bauer, verwickelt sich in Kriege und Intrigen, und gegen seinen Willen steigt er auf zu Reichtum, Macht und Ehre.

Munzinger landet in Massaua (Eritrea), der wichtigsten Hafenstadt in Abessinien, die auf einer Insel vor dem Festland liegt. Massaua ist Handelsknotenpunkt afrikanischer Karawanen für den Handel mit Sklaven, Kaffee, Elfenbein und Gold für Handelsschiffe aus Arabien, Indien und China. Frisches Wasser gibt es nicht und Durchfall ist die Folge. Die Handelsfirma Dupont beauftragt Munzinger, dort 1 Jahr zu bleiben.

Als Lieferschwierigkeiten der Karawanen eintreten, droht Dupont mit der Schließung der Niederlassung. Munzinger reist mit einem Diener auf Eseln nach Keren, um dort Ware direkt einzukaufen. Er lernt dort seine zukünftige Frau kennen. Werner Munzinger wird von Dupont entlassen. Munzinger ist jedoch in Eritrea gebunden. Er möchte wissenschaftliche Arbeiten in Keren durchführen, über das Volk der Bogos forschen und das Land vermessen. Er notiert, das Hochland von Keren habe ein Klima wie Italien, der Boden sei ausgezeichnet, und die Bewohner seien edel und gastfreundlich. Ziel sei es auch, die christlichen Lehren der Barmherzigkeit in Keren zu verbreiten. Alex Capus, Munzinger Pascha, 1997

REISEINFOS

In der Regel kann man unbedenklich nach Eritrea reisen. Allerdings sollte man das Grenzgebiet zu Äthiopien und Djibouti meiden. Seit Juni 2006 benötigen alle Touristen eine Reiseerlaubnis für das Reisen ausserhalb der Stadt Asmara. Diese bekommt man beim eritreischen Tourismusministerium(1- 2 Tage Ausstellung).

Bei der Ausreise wird grundsätzlich der ausgeführte Devisenbestand kontrolliert.
Dies geschieht durch die Einfuhrererklärung und durch amtliche Umtauschbelege.
Wenn die Belege nicht mehr auffindbar sind, bzw. generelle Unstimmigkeiten vorliegen, wird die Ausreise solange verzögert bis der Sachverhalt geklärt ist.

Öffentliche Gebäude dürfen nicht fotografiert werden. Hierzu zählen zum Beispiel Flughäfen, Bahn – und Hafenanlagen usw. Auch das Fotografieren von militärischen Gebäuden, Anlagen und Personen ist strikt untersagt. Eritrea hat keine freie Presse.

Kritische Äusserungen bezüglich der Regierung können zur Verhaftung führen.

Für Landesverrat oder Spionage gelten in diesem Land Sondergerichte bzw. die Todesstrafe. Ebenso strafbar sind homosexuelle Handlungen.

Eine Schutzimpfung gegen Polio, Hepatitis A und gegen Masern/Mumps/Röteln wird geraten. Bei längeren Aufenthalten sollte man sich ebenso gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut impfen lassen. In der Hauptstadt ist das Risiko an Malaria zu erkranken sehr gering. Andererseits besteht in allen Landesteilen (unterhalb von 2200 m) ganzjährig ein erhöhtes Infektionsrisiko. Suchen Sie vor Antritt ihrer Reise eine tropenmedizinische Beratungsstelle auf.

Trinken Sie nie Leitungswasser. Ausserhalb von Asmara ist die medizinische Versorgung kaum vorhanden.
Generell entsprechen die Krankenhäuser nicht dem westlichen Standard. Die Medikamentenversorgung ist nicht ausreichend genug. Die Ausstattung und die hygienischen Verhältnisse, sowie die Qualifikation des Personals werden als sehr mangelhaft eingestuft. Nur einfache Krankheiten können behandelt werden, grundsätzlich ist die medizinische Versorgung eher schlecht.

VISUM und EINREISEBEDINGUNGEN

Zur Einreise nach Eritrea besteht für Staatsbürger der Europäischen Gemeinschaft, Schweizer und die Angehörigen der meisten der restlichen europäischen Länder Visumpflicht.

Botschaft für Deutschland:               

Berlin     030 – 4 46 74 60
www.botschaft-eritrea.de

Generalkonsulat für Deutschland:       

Frankfurt am Main  069 – 43 64 96

Botschaft für Österreich:               

zuständig die Botschaft Berlin

Honorarkonsulat für Österreich:           

Wien 01 713 19 00

Botschaft für Schweiz:

Genf  022 740 49 40
eritrean.embassyatbluewin.ch

Konsulat für Schweiz:   

Wettingen 056 427 28 93

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