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Elfenbeinküste
ALLGEMEINES
Die Bevölkerung des Landes setzt sich aus 60 ethnischen Gruppen zusammen, die in 7 Gruppen unterteilt sind. Die gängigste ist Dioula. Die Verkehrssprache ist Französisch. Im Küsten- und Lagunengebiet leben die ethnischen Gruppen der Kru und der Kwa-Kwa, im Waldgebiet die Baule-Agni-Aschanti und die Dan-Guro, im Grasland Mande, Senufo und Fulbe.
Laut StAGN werden die Einheimischen als Ivorer und Ivorerin bezeichnet.
Die Bezeichnung Elfenbeinküstler oder Elfenbeiner sind nicht gebräuchlich. Die Elfenbeinküste steht erst am Anfang der touristischen Entdeckung. Die Sandstrände sind noch einsam und mit Kokospalmen bestückt. Die Badebuchten der Atlantikküste sind wundervoll und die verschiedenen Völker und Kulturen sehr interessant. Das Land hat acht Nationalparks.
LAGE
Die Elfenbeinküste, auch unter dem Namen Côte d'Ivoire bekannt, ist ein Staat in Westafrika und grenzt an Liberia, Guinea, Mali, Burkina Faso und Ghana, und im Süden an den Atlantik. Es besteht eine 600 Km lange Küstenlinie am Golf von Guinea. Die Stosszähne des Elefanten gaben dem Land seinen Namen.
GESCHICHTE
Als Mitte des 15. Jhd. die ersten Europäer an die Elfenbeinküste kamen, lebten im Küstengebiet Fischer, im Wald Jäger und im Grasland Bauern. Sie hatten keinen gemeinsamen Staat, sondern die einzelnen Klans lebten für sich. Zwischen den Jahren 1600 und 1750 wanderten die Agni-Aschanti und die Dan-Guro in den Wald und rodeten ihn. Mitte des 19. Jhd. verstärkten die Franzosen ihren Handel an der Küste. 1842 wurde Grand-Bassam und 1853 Dabou französisches Protekorat.
Im Bestreben, auch das Hinterland für den Warenverkehr zu erfassen, gingen Forscher, Missionare, Kaufleute und Offiziere in das Innere.
1893 wurde die Kolonie “Côte d’Ivoire” gegründet, die 1902 mit den anderen französischen Kolonien in Westafrika zur AOF (Afrique occidentale Francaise) zusammengefasst wurde. Während des ersten und zweiten Weltkrieges standen auch Soldaten aus der Elfenbenküste auf den europäischen Kriegsschauplätzen, und danach waren sie auf französischer Seite in Indochina und Algerien.
Die Elfenbeinküste erhielt ihre Unabhängigkeit am 7. August 1960. Aus dem Jahre 2000 stammt die neue Verfassung. Die Hauptstadt des Landes ist Yamoussoukro.
Weiterhin zählen Abidjan, Bouaké und Daloa zu den grössten Städten.
KLIMA
Die mittlere Jahrestemperatut liegt bei 28°C. Innerhalb des Landes gibt es markante Temperaturunterschiede zwischen dem Norden und dem Süden, und zwischen den einzelnen Jahreszeiten. Der Nordostpassat und der Südwestmonsun prägen das Klima an der Elfenbeinküste.
WÄHRUNG
Die Währung ist der Franc CFA, der aufgrund seiner festen Parität zum französischen Franc in einem festen Wechselkursverhältnis zum Euro (1 Euro = 655,957 FCFA) steht.
Zu empfehlen ist die Mitnahme von Euro, Travellerchecks und Kreditkarten.
Fremdwährungen können am Flughafen, Banken und in größeren Hotels gewechselt werden. Visakarten werden in großen Hotels und Banken in der Hauptstadt akzeptiert.
ETWAS LITERATUR
Abends, wenn die Sonne hinter den Bergen versinkt, lässt sich Koyaga, der große Jäger und Präsident einer fiktiven Golfrepublik, sein Leben erzählen: Als Sohn eines Kriegshelden und einer großen Zauberin hatte Koyaga ideale Voraussetzungen, erster Mann des Staates zu werden und dies unter Einsatz aller Mittel - Mord, Raub, Korruption, Vergewaltigung - zu bleiben. Doch dann kommt die Demokratisierung und Wahlen stehen an - aus dem Lobgesang des Hofpoeten wird unmerklich eine bitterböse Anklage jeglichen Machtmißbrauchs. Ahmadou Kourouma: Die Nächte des großen Jägers, 2002
REISEINFOS
Aufgrund hoher Gewaltkriminalität wird abgeraten in den Norden, Westen oder Südwesten der Elfenbeinküste zu reisen. Besonders zählt darunter die Grenzregion zu Liberia. Die Zufahrtsstrassen von Abidjan sind von 22 Uhr bis 05 Uhr für den ein – und ausgehenden Verkehr gesperrt. Nicht nur nachts, sondern mittlerweile auch tagsüber sind Autodiebstähle und Überfälle mit Waffengewalt zahlenmässig gestiegen. Tragen Sie möglichst keine Wertgegenstände mit sich und setzen Sie ihre Kreditkarten nur mit Vorsicht ein.
Die Lage in den Krankenhäusern entspricht nicht dem europäischen Standard.
Die Stadt Abidjan steht für das medizinische Referenzzentrum für Westafrika.
In fast allen Fachrichtungen wird Französisch gesprochen. Operationen einfacher bis mittelschwerer Art können in Krankenhäusern von Abidjan ohne grosse Probleme durchgeführt werden. Für den Notfall stehen Privatkliniken zur Verfügung. Nur beschränkt verfügbar ist die medizinische Versorgung ausserhalb der Stadt Abidjan.
Im ganzen Land besteht ein erhöhtes Risiko an Malaria zu erkranken. Die HIV-Infektionen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Es wird angeraten eine Hausapotheke mitzubringen. Ansonsten haben die Apotheken vor Ort ein ausreichendes Sortiment wichtiger Medikamente. Nicht auszuschliessen sind allerdings auch Medikamentenfälschungen.
Bei Einreise ist die Schutzimpfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben.
Wichtige Bestimmungen zu einzelnen Schutzimpfungen sollten Sie bei einem Tropenmediziner einholen.
Drogendelikte werden streng bestraft. Es gibt 5 bis 20 Jahre bei Drogenhandel.
Bei Besitz oder Konsum von Drogen in der Regel 3 Monate bis 5 Jahre.
Prostitution ist strafbar, dagegen die Homosexualität nicht.
VISUM und EINREISEBEDINGUNGEN
Zur Einreise in die Elfenbeinküste besteht für Staatsbürger der Europäischen Gemeinschaft, Schweizer und die Angehörigen der meisten der restlichen europäischen Länder Visumpflicht.
Botschaft für Deutschland:
Berlin 030 890 69 60
www.ambaci.de
Honorarkonsulat für Deutschland:
Bad Homburg 06172 68 065 13
honorarkonsulat.ci
duerbeck.com
Botschaft für Österreich:
Wien 01 581 00 76
Honorargeneralkonsulat für Österreich:
Wien 01 370 32 00
Botschaft für die Schweiz:
Bern 031 350 80 80
www.acibe.org
Generalkonsulat für die Schweiz:
Genf 022 343 9009
Lugano 091 609 21 80
Zürich 044 211 88 44

Nigel Barley