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Djibouti

Djibouti

ALLGEMEINES

Djibouti Eine Eisenbahnlinie führt vom Hafen von Djibouti am Golf von Aden bis zur äthiopischen Hauptstadt und teilt dabei die Spitze von Harerge in zwei Abschnitte. Der Plan für diese Eisenbahnlinie, die eine äußerst wichtige Rolle für die Wirtschaft des Landes spielt, da mit ihr ein Großteil der Im- und Exporte des Landes befördert werden, wurde von dem Schweizer Techniker Alfred Ilg erarbeitet.

Ilg kam 1877 ins Land, um die Position eines technischen Beraters für Kaiser Menelik zu übernehmen. Er Bau entwickelte sich zu einem Mammutprojekt, das mit Problemen überladen war. Für jeden Kilometer der Strecke mussten mehr als 70 Tonnen an Schienen, Schwellen und Telegrafenmasten herangeschafft werden, nicht zu vergessen der Sant, Zement, Wasser und Verpflegung für die Arbeiter.

Auch der Untergrund erwies sich als schwierig. Auf den ersten fünfzig Kilometern der Strecke mussten bereits zwei Viadukte und viele kleinere Erdwälle errichtet werden und landeinwärts sollten noch weitere folgen. Um Kosten zu sparen, wurde eine schmale Spurweite von nur einem Meter gewählt. Es mussten jedoch teure Eisenschwellen verwendet werden, da man befürchtete, dass Schwellen aus Holz von den Termiten gefressen würden. Als die Kosten in die Höhe schnellten, begannen sich die Franzosen, Briten und Italiener schließlich über die Internationalisierung der Stecke herumzustreiten. 1906 wurde ohne vorher Menelik zu konsultieren, ein Dreiseitenabkommen unterzeichnet, welches das Land unter Engländer und Italiener aufteilte.

LAGE

Dschibuti befindet sich am Golf von Tadjourah, zwischen dem Ausgang des Roten Meeres im Norden, sowie dem Golf von Aden im Osten. Zu den Nachbarstaaten zählen im Nordosten Eritrea, von Süden bis Westen Äthiopien und im Südosten Somalia. Überwiegend wird das Terrain des Landes von ausgedehnten Wüsten- und Halbwüstenebenen bestimmt, die teilweise von Salzbecken, Senken und vulkanischen Plateaus durchzogen werden (so bildet der Assalsee die tiefste Senke Afrikas – mit rund 155 m unter dem Meeresspiegel). Im Norden des Landes findet sich hingegen hügeliges Terrain: Hier werden mit dem Mablagebirge durchschnittlich Höhen von knapp 1700 m über dem Meeresspiegel erreicht (die höchste Erhebung bildet der Moussa Ali mit 2028 m). Die Hauptstadt Dschibuti befindet sich im Südosten des Landes, nahe der Grenze zu Somalia.

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GESCHICHTE

Der afrikanische Küstenstaat Dschibuti wurde bereits in urgeschichtlicher Zeit durch negroide Stämme besiedelt. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. stand die Küstenregion des heutigen Staatsgebietes von Dschibuti unter dem Einfluss arabischer Einwanderer. Diesen gelang schließlich die Gründung eines Großreiches mit dem Zentrum Aksum (im heutigen Äthiopien gelegen), das ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. weitreichende Handelsverbindungen in europäische Länder unterhielt und zudem das Christentum als Staatsreligion einführte.

Erst im 7. Jahrhundert, nachdem die Araber ihren Einfluss in Nordafrika erneut festigen konnten, geriet auch Dschibuti unter islamische Herrschaft. Nach der Einwanderung unterschiedlichster Volksstämme im 13. Jahrhundert, darunter die nomadisch lebenden Afar und die Somali, konnten weitere dreihundert Jahre später Portugiesen kurzzeitig die Herrschaft über die Küstenregionen Dschibuti gewinnen. Seither vor allem unter türkischem Einfluss, geriet der afrikanische Staat ab Mitte des 19. Jahrhunderts in den Fokus der Franzosen, was vor allem strategische Hintergründe hatte. Umfangreiche Schutzverträge sicherten der europäischen Großmacht schließlich die gesamte Landesfläche Dschibutis, das 1896 durch die Zusammenlegung erworbener Protektorate der Kolonie Französisch-Somaliland angegliedert wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg französisches Überseegebiet, erhielt Dschibuti unter der Bezeichnung „Afar- und Issa-Territorium“ im Jahre 1967 erstmals weitgehende innere Autonomie. Zehn Jahre später wurde das Land schließlich in die vollständige staatliche Souveränität entlassen, was zunächst in einem Einparteiensystem und politischer Instabilität mündete. 1991 führte eine Verschärfung der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Issa und den Afar zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, die erst 1994 beigelegt werden konnten. Politisch seither weitestgehend stabil, gelten ethnische Konflikte weiterhin als potentielle Unruheherde.

Es gibt zwei Hauptvolksgruppen in Djibouti, die Issa leben im Süden und machen  60 % der Bevölkerung aus, und die Afar leben im Norden und im westlichen Teil des Landes und machen 35 % im Land aus. Europäer bilden eine Minderheit von 5 %. Dazu halten sich aber 50.000 Flüchtlinge aus Somalia in der Republik Djibouti auf.

KLIMA

Klimatisch verzeichnet der afrikanische Staat tropische und überaus trockene Verhältnisse, ausgelöst vor allem durch heiße Wüstenwinde. Während die Temperaturen in den Sommermonaten auf über 50 °C steigen, erreichen die jährlichen Niederschlagsmengen kaum 150 mm. Da das Land flächenmässig sehr klein ist kennt es somit keine grossen Klimaunterschiede. An der Küste ist es ganzjährig sommerlich warm. Djibouti ist eine der heissesten Städte von Afrika.

Im Januar werden es ca. 27° - 30°, in der Nacht kühlt es auf 20°ab. Von Juni bis August werden leicht um die 40° erreicht. Es gibt an nur ca. 15 Tagen im Jahr Regen.

WÄHRUNG

Die Landeswährung ist der Djibouti Franc. 1 Djibouti Franc = 100 Centimes. Währungskürzel: FD, DJF (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5.000, 2.000 und 1.000 FD; Münzen in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 20, 10 und 5 FD. Die Landeswährung ist an den US-Dollar gebunden. Geldwechsel ist in den großen Hotels und Banken und autorisierten Wechselstuben in der Hauptstadt möglich, die Mitnahme von US-Dollar oder Euro in ausreichender Menge wird empfohlen. Die meisten Banken befinden sich in der Nähe der Place du 27 Juin.
Kreditkarten werden nur von Fluggesellschaften und einigen größeren Hotels akzeptiert.

ETWAS LITERATUR

Alfred Ilg weilte von 1879 bis 1906 in Äthiopien, wo er als Ingenieur und Staatsrat eng mit dem damaligen Kaiser Menilek II. zusammengearbeitet hat. Trotz seiner vielfältigen Aufgaben - er war unter anderem für den Bau der Eisenbahn von Djibouti nach Addis Abeba zuständig - hat Alfred Ilg während dieser Zeit eine 610 Objekte umfassende ethnographische Sammlung zusammengetragen und ein fotografisches Werk von ca. 1000 Bromsilbergelatine-Trockenplatten und stereoskopischen Glasdiapositiven geschaffen. Beide Sammlungen liegen im Völkerkundemuseum der Universität Zürich. Prunk und Pracht am Hofe Menileks; Alfred Ilgs Äthiopien um 1900 (Alfred Ilg's Ethiopia around 1900) von Elisabeth Biasio, NZZ-Verlag

REISEINFOS

In der Regel gibt es in Djibouti Stadt und Umgebung für Touristen und Geschäftsreisende keine Probleme bezüglich Terrorismus und Kriminalität.

Allerdings sind auch hier Anschläge terroristischer Gruppen nicht auszuschliessen.
Bitte beachten Sie die aktuellen Nachrichten und vermeiden Sie Menschenansammlungen oder Demonstrationen.
Östlich von Djibouti entlang der Küste von Somalia kommt es immer noch zu Piratenüberfällen. Vermeiden Sie deshalb den Golf von Aden und Somalia.

Problemlos eingeführt werden können Fotoapparate, Camcorder, Radios und ausländische Publikationen.
Die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischen Material ist strikt untersagt. Pro Person kann bis zu einem Liter Alkohol eingeführt werden.

Das Fotografieren von militärischen und sicherheitsrelevanten Einrichtungen ist verboten. Hierzu zählen zum Beispiel Flughäfen, Brücken, Hafenanlagen und Regierungsgebäude.

Homosexualität ist in Djibouti ein Tabuthema.

Drogendelikte werden mit harten Strafen geahndet.

In der Öffentlichkeit ist der Konsum von Rauschmitteln und Alkohol verboten.

Die Krankenhäuser im Land bieten keinen westlichen Standard. Die medizinische Versorgung ist unzureichend. Deshalb wird bei ernsten Erkrankungen geraten das Land zu wechseln. Vor einer Behandlung müssen Verbandsstoffe, medizinische Instrumente und Medikamente in Apotheken erworben werden. Hierbei ist auf das Ablaufdatum der Medikamente zu achten. Wenn möglich sollte auch ein Blick auf das Herstellungsland gemacht werden. Häufig treten Hepatitis A und Durchfall Erkrankungen auf. Trinkwasser in abgefüllten Flaschen kann man unbedenklich trinken. Das Malaria Risiko besteht ganzjährig und im ganzen Land.

Das Dengue – Fieber tritt besonders in der feuchten Jahreszeit und vor allem nach Regenfällen auf.
Vor Beginn der Reise sollte man sich von einem Tropenmediziner, zwecks Impfungen, beraten lassen.

VISUM und EINREISEBEDINGUNGEN

Zur Einreise nach Djibouti besteht für Staatsbürger der Europäischen Gemeinschaft, Schweizer und die Angehörigen der meisten der restlichen europäischen Länder Visumpflicht.

Botschaft für Deutschland:           

Frankreich zuständig
Paris  0033 147 27 49 22

Honorarkonsulat für Österreich:       

Wien 01  982 26 28 / 982 23 57

Botschaft für Schweiz:

Genf 022 749 10 90
 

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