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BURKINA FASO

Burkina Faso

ALLGEMEINES

Burkina FasoSind schon die Nächte des Ramadan sehr belebt und laut, so sorgt in Ouagadougou eine andere Tradition zusätzlich für Unterhaltung, der Dodo-Carneval. Der Legende nach war einmal ein Haussa Jäger, dessen König ihm verboten hatte am Freitag zu jagen. Er gehorchte jedoch nicht, und eines Tages fand man ihn im Wald in ein bizarres Wesen verwandelt, halb Tier, halb Mensch, mit einem langen Schwanz. Es war die Zeit des Ramadan. Man brachte ihn nach Hause. Als die Kinder ihn sahen, klatschen sie vor lauter Freude in die Hände, woraufhin er anfing zu tanzen. Dem König missfiel dies sehr. Er liess den Jäger einsperren. Nur einmal im Jahr, während des Ramadan, durfte er auf die Strasse gehen, um die Leute zu unterhalten. Man nannte ihn Dodo, was soviel bedeutet wie Phänomen.

LAGE

Der Binnenstaat Burkina Faso befindet sich im Westen des afrikanischen Kontinents. Das Land grenzt im Norden an Mali, im Osten an Niger, im Südosten Benin, im Süden an Togo und Ghana, sowie im Südwesten an die Elfenbeinküste. Das landschaftliche Terrain Burkina Fasos gliedert sich in die Sahelzone des Nordens, eine häufig von Dürrekatastrophen betroffene Übergangszone zum Wüstengebiet der Sahara. Die überwiegende Landesfläche wird von einem Plateau eingenommen, das zumeist Höhen von 300 m über dem Meeresspiegel erreicht und nur vereinzelt von Inselbergen durchbrochen wird. Einzig im Sandsteinmassiv des Südwestens finden sich höhere Gebirgszüge, unter anderem der Ténakourou mit annähernd 800 m über dem Meeresspiegel (gleichzeitig der höchste Berg des Landes). Zahlreiche Flüsse und kleinere Gewässer durchziehen die Landschaft Burkina Fasos, versiegen aber mit Ausnahme des Schwarzen Volta in den trockenen Sommermonaten.

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GESCHICHTE

Die ersten Einwohner des westafrikanischen Landes Burkina Faso waren Pygmäen – Jäger und Sammler, die bereits weit in vorchristlicher Zeit hier lebten. Im 11. Jahrhundert n.Chr. wanderten zunächst die Mossi (ein Reitervolk, ursprünglich aus Ghana stammend) in die von unterschiedlichsten Ethnien bevölkerte Region ein und begründeten erste lokale Fürstentümer und Königreiche. Später folgten Migrationswellen teilweise islamisierter Volksgruppen, darunter vor allem Fulbe und Tuareg, die sich im Westen des heutigen Burkina Faso niederließen.

Mitte des 19. Jahrhunderts bereiste der deutsche Afrikaforscher Heinrich Barth das Land, welches bald schon in den Interessenbereich der europäischen Großmächte fiel. Im Jahre 1896 setzten sich schließlich die Franzosen mit der Eroberung des heutigen Staatsgebietes von Burkina Faso durch, wobei das Reich der Mossi formell bestehenblieb. Fortan französisches Protektorat, konnten sich die europäischen Herrscher erfolgreich den Aufständen der Bevölkerung erwehren, gerichtet vor allen gegen die Zwangsrekrutierung der Einheimischen.

Ab 1919 erhielt das Land unter der Bezeichnung „Obervolta“ zunächst den Status einer eigenständigen Kolonie Frankreichs. Wenige Jahre später wurde sie aber aufgrund ihrer Unrentabilität den umliegenden Kolonien Elfenbeinküste, Niger und Französisch-Sudan zugeteilt. Nach dem 2. Weltkrieg endeten Bestrebungen, diese Zusammenlegung von 1932 rückgängig zu machen, schließlich in der Wiederherstellung der ehemaligen Kolonie Obervolta, die fortan mit beschränkter Selbstverwaltung und dem Verwaltungssitz Ouagadougou geführt wurde.

In den 1950er Jahren etablierten sich feste Unabhängigkeitsbestrebungen und der Wunsch nach staatlicher Selbstbestimmung. Volta erhielt folglich im Jahre 1958 zunächst den Status einer autonomen Republik: Zwei Jahre später wurde das Land schließlich in die vollständige staatliche Souveränität entlassen. Maurice Yaméogo, ein Angehöriger der Volksgruppe Mossi, regierte in den folgenden Jahren auf Basis der Einheitspartei UDV (Union Démocratique Voltaique); zudem trat Obervolta den Vereinten Nationen bei. Misswirtschaft und die langfristige Unterdrückung oppositioneller Kräfte führte 1966 zum Sturz der Regierung, zur Verfassungsauflösung und zur Machtübernahme durch eine Militärregierung. Neben der innenpolitisch äußerst instabilen Lage führten Naturkatastrophen und Grenzkonflikte dazu, dass die Armeeführung auch in den folgenden Jahren wiederholt die Macht im Land übernahm, vor allem zu Beginn der 1980er Jahre. 1984 wurde der Landesname Obervolta schließlich in Burkina Faso umgeändert. Drei Jahre später, nach blutigen Unruhen um die Staatsführung und einem erneuten Militärputsch, konnte Blaise Comparoé die Präsidentschaft des Landes übernehmen. Seither wurden viele Schritte zur Demokratisierung Burkina Fasos unternommen, darunter die Etablierung eines Mehrparteiensystems und marktwirtschaftlicher Strukturen, sowie die Annahme einer neuen Verfassung.

KLIMA

Es gibt in Burkina Faso zum einen die Regenzeit (Juni – Oktober) und zu anderem die Trockenzeit (November – März). Die zwei heissesten Monate des Jahres sind der April und der Mai, mit Temperaturen bis 45°C. Der Norden ist recht trocken. Der Süden von Burkina Faso ist etwas regenreicher und besteht aus bewaldeter Savanne.

WÄHRUNG

Die Währung ist der Franc CFA, der aufgrund seiner festen Parität zum französischen Franc in einem festen Wechselkursverhältnis zum Euro (1 Euro = 655,957 FCFA) steht.

Zu empfehlen ist die Mitnahme von Euro, Travellerchecks und Kreditkarten.

Fremdwährungen können am Flughafen, Banken und in größeren Hotels gewechselt werden. Visakarten werden in großen Hotels und Banken in der Hauptstadt akzeptiert.

ETWAS LITERATUR

Die faszinierende Lebensgeschichte des afrikanischen Schamanen Malidoma P. Somé wurde in nur wenigen Jahren zum Kultbuch. Der Bericht seiner Initiation, einer Reise zwischen Leben und Tod, liest sich spannend wie ein Roman.
„Als kleiner Junge wird Malidoma Somé in den frühen sechziger Jahren von einem französischen Missionar entführt. Dieser will ihn zum Priester ausbilden und steckt ihn in ein Jesuitenseminar. Ein Schicksal, das Somé mit Tausenden Afrikanern teilt. Nach 15 Jahren flieht er im Alter von 20 Jahren zurück zu seinem Volk, dem Stamm der Dagara im heutigen Burkina Faso. Um seinen Platz in der Welt wiederzufinden, nimmt er deren lebensgefährliches Initiationsritual auf sich. Eindringlich schildert er seine Erlebnisse und inneren Wandlungen im Spannungsfeld zweier Welten – als weißer Schwarzer. Malidoma Patrice Somé: Vom Geist Afrikas. Das Leben eines afrikanischen Schamanen, 2004

REISEINFOS

Aktuell muss man Im Norden Burkina Faso weiterhin mit Entführungen westlicher Staatsangehöriger rechnen. Vor allem bei Reisen in den Norden des Landes sollte man besonders vorsichtig sein.  Auch der Osten und Südosten waren in vergangenen Jahren immer wieder Beispiele für bewaffnete Überfälle. Nachtfahrten sollte man daher dringend meiden. In der Hauptstadt steht der Diebstahl von gewissen Wertgegenständen im Vordergrund.

Fotografien von bestimmten Einrichtungen sind untersagt, so zum Beispiel von militärischen Einrichtungen und öffentlichen Bauten.  Auch uniformiertes Personal darf nicht fotografiert werden.

Bedeutungsvoll ist in Burkina Faso das Afrikanische Kino. In Quagadougou findet alle zwei Jahre das grösste Filmfestival Afrikas statt.

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist bei Einreise vorgeschrieben, denn Burkina Faso ist Gelbfieber-Infektionsgebiet. Desweiteren ist wieder das Basisschutz-programm anzuraten (Tetanus, Diphtherie…).
Im gesamten Land besteht ein hohes Risiko an Malaria zu erkranken.

Die medizinische und ärztliche Versorgung ist begrenzt vorhanden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken in Ouagadougou in Betracht. Wieder zu empfehlen ist eine private Reiseapotheke. Wichtige Standardmedikamente bekommt man aber auch in Quagadougou.

Ohne Probleme können Gegenstände des täglichen Bedarfes eingeführt werden.
Jagdwaffen unterlaufen einer besonderen Genehmigung.

Pornographisches Material ist verboten.

In Burkina Faso werden Bronzeartikel als gefährliche Gegenstände eingestuft, und dürfen deshalb bei der Ausreise nur im Koffer transportiert werden.

Homosexualität wird in weiten Teilen der Bevölkerung stark abgelehnt, jedoch in Burkina Faso nicht strafrechtlich verfolgt.

VISUM und EINREISEBESTIMMUNGEN

Zur Einreise nach Burkina Faso besteht für Staatsbürger der Europäischen Gemeinschaft, Schweizer und die Angehörigen der meisten der restlichen europäischen Länder Visumpflicht.

Botschaft für Deutschland: in Berlin:

030 – 301 05 99 0
www.embassy-bf.org

Honorarkonsulat für Deutschland:   

Bad Malente
04523 – 20 28 92

Hannover
0511 – 535 75 460
klaus-dieter.wolfatde.pwcglobal.com

Mainz
06131 – 22 95 36
honorarkonsulatatburkinafaso-rlp.de

Potsdam
0175 – 57 550 75
exner-burkina-fasoatt-online.de

Botschaft für Österreich:           

01 503 82 64
www.abfvienne.at

Honorarkonsulat für Österreich:       

01 597 83 01
peter.zehndorferatoejab.at

St. Pölten
02236) 710 984 11
bardonateunet.at

Botschaft für Schweiz:

022 734 63 30
mission.burkina.fasoatties.itu.int

Honorarkonsulat für Schweiz:       

Zürich
044 350 55 70
www.consulat-burkina-faso.ch
infoatconsulat-burkina-faso.ch

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