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Botswana
ALLGEMEINES
Immer mehr ausländische Touristen besuchen den südafrikanischen Staat, der aufgrund seiner Vielfalt an Flora und Fauna einen besonderen Reiz ausübt. Naturfreunde können zum Beispiel den berühmten Chobe-Nationalpark im Norden des Landes besuchen, denn hier gibt es unter anderem den größten Elefantenbestand des afrikanischen Kontinents zu bestaunen. Der Park gehört zum Okawangobecken, ist durchzogen von Sümpfen und Wäldern und Graslandschaften. Chobe ist längst nicht der einzige Park im besagten Becken. Auch in Moremi oder dem bekannten Okawango-Nationalpark können Touristen auf geführten Safaris oder individuell geplanten Touren die Natur erkunden. Besonders interessant ist ein Besuch des letztgenannten Parks innerhalb der Regenzeit zwischen November und April: Dann verwandeln die Wassermassen des Flusses Okawango das Delta in eines der größten und imposantesten Feuchtbiotope auf dem gesamten Kontinent.
LAGE
Botswana ist ein südafrikanischer Binnenstaat, der im Westen und Norden an Namibia und Sambia, im Nordosten an Simbabwe und im Südosten und Süden an Südafrika grenzt. Ein Großteil des dünnbesiedelten Landes liegt auf einer Hochebene zwischen 900 m und 1000 m über dem Meeresspiegel und ist der Wüste Kalahari zuzuordnen. Diese weist im Südwesten vorwiegend Sanddünen auf, im Norden hingegen die Salzpfannen im Ngamiland und im Makgadikgadibecken. Im Westen und Osten wird die Kalahari durch Hügelketten begrenzt.
GESCHICHTE
Das südafrikanische Land wurde, wie archäologische Zeugnisse aus der Kalahari vermuten lassen, bereits in der Steinzeit besiedelt. Ab dem 6. Jahrtausend v.Chr. lebten hier Pygmäenstämme der San und Khoi. Im 1. Jahrtausend unterlag die Region um das heutige Staatsgebiet Botswanas mehreren Migrationswellen von Bantuvölkern: Die überwiegend von der Landwirtschaft lebenden Stämme siedelten sich in den fruchtbaren Gegenden des afrikanischen Landes an und etablierten im frühen Mittelalter das lokale Reich Toutswe, das noch bis ins 13. Jahrhundert Bestand hatte. Nach dem allmählichen Zerfall des Reiches siedelte sich das Volk der Batswana (auch Tswana genannt) an. Es entstanden im Osten Botswanas mehrere kleinere Königreiche.
Mitte des 19. Jahrhunderts begannen britische Missionare mit der Erforschung des Landes und mit der Gründung etlicher Missionsstationen; zudem wurden umfangreiche Goldvorkommen entdeckt. Ausgelöst durch Migrationsbewegungen der Buren, die fortan auch gewaltsam gegen die Bevölkerung Botswanas vorgingen, unterstellten sich die einheimischen Machthaber 1885 im Rahmen von Schutzverträgen den Briten. Fortan Protektorat „Betschuanaland“, blieb die Verwaltung zum Großteil der Stammeshäuptlinge überlassen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts führten die Briten ein Steuersystem ein und unternahmen Versuche, Betschuanaland gemeinsam mit der Südafrikanischen Union zu verwalten. Erst in den 1950er Jahren erstarkte eine Unabhängigkeitsbewegung, die die staatliche Souveränität Botswanas zum Ziel hatte. 1961 erhielt das Land zunächst die beschränkte Autonomie, nach Aufhebung des Protektoratsverhältnisses mit Großbritannien erlangte es schließlich 1966 seine vollständige Unabhängigkeit, verblieb aber im Commonwealth of Nations.
In den 1970er Jahren erlebte Botswana dank umfangreicher Diamantenfunde einen einzigartigen Wirtschaftsaufschwung, der dem Land zeitweise den Namen „Afrikanische Schweiz“ eintrug. 1989 war das afrikanische Land maßgeblich an der Gründung der SADC (Southern African Development Community) beteiligt, einer Organisation mit Sitz in Gaborone, welche die Friedenssicherung und die wirtschaftliche Zusammenarbeit der südafrikanischen Staaten fördern sollte. In den 1980er Jahren setzte sich der wirtschaftliche Trend der vergangenen Zeit zunächst fort, insbesondere getragen vom Bergbau und Tourismus.
1992 beendete eine verheerende Dürrekatastrophe diese Entwicklung nachhaltig. Nicht nur große Teile des Viehbestandes wurden vernichtet, auch die Diamantennachfrage am Weltmarkt sank. Botswana geriet in eine schwere Wirtschaftskrise. Obgleich politisch stabil, bildeten die mangelhaft ausgebaute Infrastruktur und fehlende soziale Sicherungssysteme die heutigen Hauptprobleme.
KLIMA
Klimatisch verzeichnet der südafrikanische Staat subtropische Bedienungen. Aufgrund seiner Binnenlage treten insbesondere in der Kalahari große Temperaturschwankungen auf. Niederschläge fallen meist zwischen November und April, wobei die Regenmenge von Norden (650 mm) nach Süden (250 mm) abnimmt.
WÄHRUNG
Landeswährung ist der Pula, unterteilt in 100 Thebe. Es empfiehlt sich, Geld gleich bei Ankunft am Flughafen oder in einer Bank der Hauptstadt umzutauschen, da es außerhalb der größeren Städte kaum Möglichkeiten zum Geldwechsel gibt.
Kreditkarten wie Eurocard, MasterCard, Visa, American Express und Diners Club werden teilweise akzeptiert. An Geldautomaten kann in größeren Städten Bargeld mit der Visa-Karte und PIN-Nummer abgehoben werden.
Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein. Sie werden von den meisten Hotels akzeptiert, jedoch oftmals gegen eine hohe Gebühr.
ETWAS LITERATUR
Die besondere Magie Afrikas, dessen Vielfalt und Reichtum – in diesem Erzählband wird all dies von dem berühmten Autor der Mma-Ramotswe-Serie auf wunderschöne Weise eingefangen. In dem ihm eigenen Tonfall, voller Überraschungen und Humor, gibt Alexander McCall Smith die Volkserzählungen Botswanas wieder, und wir lernen eine Welt von weisen Tieren und geheimnisvollen Kräften kennen, deren oberstes Gebot die Harmonie zwischen Mensch und Natur ist. EineLiebeserklärung an den afrikanischen Kontinent! Alexander McCall Smith: Das Mädchen, das einen Löwen heiratete, erschienen Dezember 2002
REISEINFOS
Kreditkartenraub und einzelne Taschendiebstähle kommen vor allem in den größeren Städten, wie zum Beispiel Gaborone vor. Gelegentlich kann es zu Überfällen auf Fußgänger und Autofahrer kommen. Ansonsten ist die Kriminalitätsrate recht niedrig.
Besonders der Norden wird als touristisch sicher dargestellt.
Die öffentlichen Verkehrsanbindungen sind gut ausgebaut. Es gibt ein Eisenbahnstreckennetz, ein Inlandsflugnetz, und einzelne Busverbindungen.
Nach Einbruch der Dunkelheit sind Überlandfahrten besonders gefährlich. Nachts finden sich auf den Straßen meist Hindernisse, wie zum Beispiel liegengebliebene Fahrzeuge oder freilaufende Tiere.
Strikt verboten ist das Fotografieren von militärischen und polizeilichen Einrichtungen, ebenso zählen Parlamentsgebäude darunter.
Der Besitz, Handel sowie Konsum von Drogen ist illegal.
Bis zu 7 Jahren Freiheitsstrafe gibt es für homosexuelle Handlungen.
Außerhalb von Gaborone und Francistown ist die medizinische Versorgung nicht immer gewährleistet.
Ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A ist anzuraten. Bei längeren Aufenthalten über 4 Wochen sollte man sich auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und gegen die Meningokokken Krankheit impfen lassen.
Während der Regenzeit, von November bis Juni, besteht im Norden ein erhöhtes Risiko an Malaria zu erkranken.
Bei der Einfuhr ist zu beachten, daß Waffen nur für Jagdzwecke erlaubt sind. Die Einfuhr ist gebührenpflichtig und auf 4 Wochen begrenzt.
VISUM und EINREISEBEDINGUNGEN
Zur Einreise nach Botswana besteht für Staatsbürger der Europäischen Gemeinschaft, Schweizer und die Angehörigen der meisten der restlichen europäischen Länder Visumpflicht.
Botschaft für Deutschland:
Brüssel zuständig
+32 – 27 35 61 10 oder 27 35 20 70
embasofbotswana
yahoo.co.uk
Honorarkonsulat für Deutschland:
Hamburg 040 – 732 61 91
Botschaft für Österreich:
Genf zuständig +41 22 906 10 60
Honorarkonsulat für Österreich:
Wien 01 587 96 16
meixner
meixner.com
Botschaft für Schweiz:
Brüssel zuständig
+32 – 27 35 61 10 oder 27 35 20 70
embasofbotswana
yahoo.co.uk

José Saramago