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Angola

Angola

ALLGEMEINES

AngolaDer Name Angola leitet sich von dem Titel Ngola der Könige von Ndongo, einem Vasallenstaat des Kongoreiches ab. Die Region erhielt ihren Namen durch die ersten portugiesischen Seefahrer, die dort an der schwarzafrikanischen Küste anlandeten und ein Padrão, ein steinernes Kreuz der Inbesitznahme für den portugiesischen König, errichteten. Das Reich der Ngola wurde erstmals im 15. Jahrhundert schriftlich erwähnt, als portugiesische Seefahrer versuchten, Handelskontakte mit Ndongo zu knüpfen. Im Jahre 1571 gab die portugiesische Krone Paulo Dias de Novais finanzielle Mittel und einen Auftrag zur Kolonisierung Angolas. Dieser schloss mit Ndongo zunächst ein Bündnis, doch bereits im Jahre 1579 kam es zum Krieg zwischen Portugal und dem afrikanischen Reich, welcher für Dias de Novais mit einer Niederlage endete. Dennoch konnte er eine kleine portugiesische Kolonie um Luanda und im Cuanza-Flusstal etablieren. Ab 1615 gingen die Gouverneure der Kolonie nützliche Bündnisse mit den Imbangala ein und konnten das von ihnen kontrollierte Gebiet vor allem auf Kosten Ndongos vergrößern. Diese Expansion stieß unter Königin Nzinga von Ndongo und Matamba auf heftigen und erfolgreichen Widerstand.

LAGE

Angola befindet sich im südwestlichen Teil des afrikanischen Kontinents. Westlich an den Atlantischen Ozean grenzend, zählen die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo, Sambia und Namibia zu den direkten Nachbarn. Angola besteht aus einem stark gegliederten Hochland, welches im Serra Moco bis zu 2610 m in die Höhe ragt und im Osten und Westen des Landes zur Ebene abfällt. Landschaftlich prägend sind ferner die zahlreichen Flüsse, wie der Cuanza oder der Kunene.

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GESCHICHTE

Angola wurde vom 7. bis 9. Jahrhundert von Bantuvölkern besiedelt, bis die Portugiesen nach der Entdeckung des Landes durch den Seefahrer Diogo Cão im Jahre 1483 Handelsstationen entlang des Kongo und den Küstengebieten errichteten. Kurzzeitig während des 17. Jahrhunderts in holländischen Händen, etablierten die Portugiesen seither die Kolonie als Zentrum des Sklavenhandels in die Neue Welt, insbesondere nach Brasilien.

Unabhängigkeitsbestrebungen IN DEN 1950er Jahren mündeten schließlich in der Proklamierung einer unabhängigen Volksrepublik Angola durch die marxistisch orientierte MPLA. Mit Hilfe Kubas und der UDSSR gelang der MPLA die Erringung der Herrschaft über die Hauptstadt Luanda und den Nordosten Angolas, während FNLA und UNITA, insbesondere durch Unterstützung südafrikanischer Truppen, seit den 1980er Jahren einen verstärkten Guerillakampf gegen die Regierung führten.

Nach einer erneuten Eskalation 1988 zogen Verhandlungen mit Kuba, Südafrika und den USA einen Waffenstillstand nach sich, der zum Truppenabzug der verfeindeten Fronten führte. Im September 1992 fanden  unter UN-Kontrolle die ersten freien Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt, welche die MPLA unter Präsident José Eduardo dos Santos für sich entschieden. Die UNITA erkannte das Ergebnis allerdings nicht an und nahm den bewaffneten Kampf gegen die Regierung wieder auf, bis 1994 ein erneutes Friedensabkommen zwischen den Parteien unterzeichnet werden konnte. Eine endgültige Beilegung der militärischen Auseinandersetzung gelang nicht.

Im Jahr 2000 flammte der Bürgerkrieg wieder auf, in dessen Verlauf der UNITA-Führer Savimbi 2002 erschossen wurde. Der Konflikt, der insgesamt mehr als eine Million Tote und eine vielfache Anzahl an Flüchtlingen forderte, konnte 2002 per Waffenstillstandsabkommen entschärft werden. Seither fand eine Demobilisierung des militärischen Flügels der UNITA statt, was eine Aufhebung der seit 1993 bestehenden Sanktionen seitens des UN-Sicherheitsrates zur Folge hatte. Darüber hinaus erfuhr das Friedensprotokoll von 1994 eine endgültige Umsetzung. Angola war 2003 für zwei Jahre Mitglied im UN-Sicherheitsrat, und setzte sich konsequent für die Rückkehr der im Bürgerkrieg Geflüchteten ein.

KLIMA

In den heißen Monaten Oktober bis Mai muss mit hohen Temperaturen bis über 35° gerechnet werden. Verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit (bis zu 95%), können im Küstenbereich Angolas ohne Benutzung von Klimageräten zu Schlaflosigkeit, körperlichem Unwohlsein und erhöhter nervlicher Belastung führen.

WÄHRUNG

Die Landeswährung ist der Kwanza, unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro sind rund 126 AOA, oder ein AOA sind rund 0,80 Euro.

Nur in den internationalen Hotels und in einigen wenigen Restaurants der gehobenen Klasse werden internationale Kreditkarten akzeptiert.

Rechnungen werden immer in bar in der angolanischen Währung, dem Kwanza, beglichen. Viele Restaurants und Hotels nehmen auch US-Dollar an. 100-Dollar-Noten werden in Banken nur gewechselt, wenn sie 1996 oder später gedruckt wurden.

Reiseschecks sind praktisch unbekannt und können - wenn überhaupt - nur zu einem ungünstigen Wechselkurs eingetauscht werden.

Devisen dürfen anmeldefrei im Gegenwert bis zu 15.000 USD ein- und ausgeführt werden. Darüber hinausgehende Werte sind bei der Einreise zu deklarieren. Deklarierte Werte über 15.000 USD hinaus können wieder frei ausgeführt werden. Die Ausfuhr von Kwanza ist verboten.

ETWAS LITERATUR

Im Reich der ewigen Sonne herrschen finstere Schatten – die Schatten des Krieges, die Schatten des Elends und die Schatten einer uralten Kluft zwischen Gestern und Heute. Und dann gibt es einen Schatten hinter dem Schein des Selbstlosen.

Schauplatz der Erzählung ist Angola zwischen 1986 und 1989. Von den großen Weltlagern forciert, tobt der erbitterte Bürgerkrieg. Maxi Hill und ihr Mann Arne leisten im Auftrag der DDR im Süden des Landes Entwicklungshilfe, um gegen die Hoffnungslosigkeit auf der Sonnenseite der Welt ankämpfen zu helfen.
Ausgerechnet fern der Heimat beginnt Maxi an jenen Werten zu zweifeln, die einst ihren Glauben an eine gerechtere Zukunft bestimmten. Zum ersten Mal in ihrem Leben übt sie sich in trotziger Aufsässigkeit gegen die alten Spielregeln der Täuschung und setzt dem schnöden Schein der Uneigennützigkeit eine winzige Wahrhaftigkeit entgegen.

Die Geschichte lebt von der großen Menschlichkeit, der faszinierenden Landschaft und den ergreifenden afrikanischen Traditionen. Zwar skizziert sie auch die Befindlichkeit der Menschen vor dem Zusammenbruch der DDR, die Parallelen zur weltweiten Korruption beim heutigen Umgang mit Hilfsangeboten sind indes nicht zu übersehen. Maxi Hill: Afrika – Im Auftrag der Geier, erschienen Februar 2006

REISEINFOS

Der Bürgerkrieg in Angola ist beendet. Dennoch wirken in vielen Provinzen die Folgen des langjährigen Krieges nach. Vor Antritt von Reisen  innerhalb des Landes wird deshalb eine Kontaktaufnahme mit ihrer Botschaft in Luanda empfohlen.

Nach Auseinandersetzungen zwischen Armee und Separatisten im Inneren der angolanischen Exklavenprovinz Cabinda haben die Regierungskräfte die Kontrolle über das Gebiet vollständig zurückgewonnen. Dennoch wird angesichts gelegentlicher Aktivitäten separatistischer Gruppen von Reisen in das Landesinnere der Provinz Cabinda dringend abgeraten. Davon ausgenommen sind Flugreisen in die Provinzhauptstadt Cabinda. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Nutzung angolanischer Luftlinien. Bei Reisen in die Diamantengebiete (Provinzen Lunda Norte und Lunda Sul) wird zu Vorsicht geraten. Diese Reisen sollten nicht auf eigene Faust unternommen werden.

Gewaltkriminalität und bewaffnete Überfälle sind auch in Luanda verbreitet. Ausländische Reisende, bei denen Geld vermutet wird, sind auch in Luanda bevorzugtes Ziel von Diebstählen und Raubüberfällen. Mobiltelefone sind ein bevorzugtes Objekt bei Diebstählen. Vorsicht beim Telefonieren auf der Straße.

VISUM und EINREISEBESTIMMUNGEN

Zur Einreise nach Angola besteht für Staatsbürger der Europäischen Gemeinschaft, Schweizer und die Angehörigen der meisten der restlichen europäischen Länder Visumpflicht.

Botschaft in Deutschland:

www.botschaftangola.de

Botschaft in Österreich:    

www.embangola.at

Botschaft in der Schweiz:

www.ambassadeangola.ch

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