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AEQUATORIAL GUINEA

Äquatorial Guinea

ALLGEMEINES

Äquatorial GuineaIm Jahre 1469 entdeckte Ferñao do Poo die Insel, der er den Namen “Formosa” gab und die später, in etwas abgewandelter Schreibweise, seinen Namen erhalten sollte.Do Poo suchte im Golf von Biafra, dem innersten Teil des Golfes von Guinea nach einer Duchfahrtsmöglichkeit zum sagenhaften Eldorado in Südasien. Ferñao do Poo und seine Mannschaften trafen auf der Insel und an der Küste nur wenige Afrikaner an, wahrscheinlich Pygmäen und auch einige sogenannte alteingesessene Bantu, die ersten Rodungsbauern im Regenwald, Verwandte der heutigen Bassa und Bakoko. Etwa um 1650 wanderten die Bubiund die Mbedi ein. Sie kannten die grossen Kanus, in denen bis zu 60 Menschen Platz finden, und sie konnten daher leicht auf die Inseln gelangen. Um 1800 folgten aus dem Nordosten die Fang oder Pangwe. Sie besassen zahlreiche Geräte aus Eisen und konnten sie bei der Rodung, beim Pflanzen, bei der Jagd und im Krieg gut gebrauchen.

LAGE

Äquatorialguinea ist das einzige spanischsprachige Land Afrikas, welches touristisch kaum erschlossen ist. Als eines der kleinsten Länder Afrikas befindet sich Äquatorialguinea im zentralen Westen des Kontinents, direkt am Golf von Guinea. Mit Kamerun im Norden und Gabun im Osten und Süden verfügt es über zwei Nachbarländer. Neben dem Festlandteil Mbini gehören einige vorgelagerte Insel zum Staatsgebiet, darunter Bioko (vormals Fernando Póo), Corisco, Elobay Grande, Elobey Chico und Annobón (südlich des Inselstaates São Tomé und Príncipe gelegen).
Grundsätzlich kann man jede Region des Landes bereisen. Bestimmte Reiseziele (z.B. der Pico Basile auf der Insel Bioko) erfordern aber eine Sondergenehmigung.


GESCHICHTE

Äquatorialguinea, ein westafrikanischer Staat am Golf von Guinea, wurde bereits seit dem 6. Jahrtausend v. Chr. von Pygmäen besiedelt. Ab dem 1. Jahrtausend n. Chr. setzte die Einwanderung unterschiedlichster Bantu-Völker ein, welche von Landwirtschaft und Viehzucht lebten.

Als Portugal eine Provinz des spanischen Reiches wurde, fiel 1778 auch der Stützpunkt Fernando Po an Spanien und konnte gegen die niederländischen Seefahrer gehalten werden. Portugal und später Spanien wollten nur die Insel im Besitz haben, um den Seeverkehr nach Indien ganz in der Hand zu behalten. Im Laufe der Kriege gegen Frankreich schaltete die englische Flotte alle anderen Flaggen zwischen Tanger und dem Kap der Guten Hoffnung aus. Sobald Spanien frei war durch den Sieg über die Besatzungstruppen Napoleons I., wurden Schiffe ausgerüstet, um die spanischen Stützpunkte auf den Inseln wieder in Besitz zu nehmen, was erst 1832 bei Fernando Po der Fall war. 1843 besetzten die Spanier auch die Insel Corisco und einige Punkte auf dem Kontinent. Englische Missionsstationen leisteten wertvolle Kulturarbeit durch Förderung der Landwirtschaft und des Handwerks. Die Spanier pochten aber auf ihr Hoheitsrecht und konnten nach den Beschlüssen des Berliner Kongresses von 1884/85 nachweisen, dass sie das Land tatsächlich besetzt haben.

KLIMA

Das Land verzeichnet durch seine Nähe zum Äquator tropisches Regenwaldklima. Neben ganzjährig hohen Temperaturen fallen auf dem Festland bis zu 4000 mm Niederschlag, besonders in den Monaten Februar bis Juni und September bis November. von November bis Januar gibt es eine sehr trockene Periode

WÄHRUNG

Die Landeswährung ist der CFA-Franc. Der Wechselkurs ist seit Jahren durch die Europäische Unionsbank garantiert. 1 Euro sind 655.956 FCFA oder 100 XAF
sind rund  0,15 Euro, fixer Wechselkurs. Kreditkarten werden nicht akzeptiert.

ETWAS LITERATUR

Bekannteste spanischsprachige Schriftsteller aus Äquatorialguinea sind Juan Tomás Ávila Laurel, Antimo Esono, María Nsué Angüe, Juan Balboa Boneke, Donato Ndongo-Bidyogo, Raquel Ilonbé, Constantino Ocha'a Mve Bengobesama und Leoncio Evita Enoy.

Der Ursprung literarischen Schaffens in Äquatorialguinea liegt in der 1903 erstmals erschienenen Missionszeitschrift La Guinea Española, der erste Roman aus diesem Land ist Cuando los combes luchaban (Novela de costumbres de la Guinea Española) („Als die Combé kämpften (Roman über Bräuche von Äquatorialguinea)“, 1953, Leoncio Evita Enoy). 1962 folgte Daniel Jones Mathamas Una lanza por el Boabí. Seit den 1980ern ist ein Wiederauferstehen der spanischsprachigen Literatur aus Äquatorialguinea erkennbar. Dennoch finden sich in den meisten Anthologien zur spanischsprachigen Literatur und zu Afrikas Literatur in europäischen Sprachen keine Hinweise auf spanischsprachige äquatorialguineische Werke.

Leider sind die Autoren nicht in deutscher Sprache erhältlich. Hier ein Gedicht von Juan Tomas Avila Laurel:

Cama de aguas
Cuando Dios se acuerda de esta tierra.
Como repicar de campanitas, caen las gotitas
de lluvia del brazo del viento y hace sitio para todos.
Camino a la mar, que es el morir,
tiempo tienes para hacer de Fidias cuando él no puede.
Ramplón instrumento tenéis, mas competís como grandes.
Ramblas.

REISEINFOS

Im regionalen Vergleich ist die Kriminalitätsrate hier eher niedrig. Trotzdem ist auch hier, vor allem in den Städten Malabo und Bata, bei Einbruch der Dunkelheit besondere Vorsicht geboten. Beim Fotografieren sollte unbedingt Zurückhaltung geübt werden. Es dürfen keine sicherheitsrelevanten Bereiche fotografiert werden.

Dazu zählen zum Beispiel Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen, offizielle Gebäude oder Polizeistationen.
Bei der Einreise ist ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen. Eine Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A und B, Meningokokken-Meningitis (ACWY) und Typhus wird empfohlen.

Im gesamten Land (ganzjährig) besteht ein hohes Risiko für die vorkommende Malaria tropica. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen, körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden).

Insektenschutzmittel sollte vor allem in den Abendstunden wiederholt aufgetragen werden, es empfiehlt sich auch unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Anfang 2008 wurde in Bata ein Krankenhaus nach europäischem Standard unter israelischer Leitung eröffnet. Ein weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

In Malabo und Bata gibt es Apotheken, die in der Regel die wichtigsten Medikamente führen, trotzdem sollten Sie auf eine individuelle Reiseapotheke nicht verzichten.

Die Einführung von Gegenständen des täglichen Bedarfs ist erlaubt.

VISUM und EINREISEBEDINGUNGEN

Zur Einreise nach Äquatorialguinea besteht für Staatsbürger der Europäischen Gemeinschaft, Schweizer und die Angehörigen der meisten der restlichen europäischen Länder Visumpflicht.

Botschaft für Deutschland:

www.botschaft-aequatorialguinea.de

Für dieses Land gibt es keine diplomatische Vertretung in Österreich.
Botschaft für Schweiz:       

Chancellerie
Boulevard de Courcelles 29
F-75008

embarege_parisathotmail.com
00331/45 61 98 20
00331/45 61 98 21

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