Afrika
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| Nigeria 21 – der unbekannte Riese Nigeria | |
| 14 Tage Vielfalt des Nordens mit Anreise über Kamerun ab mind. 4 Personen: 7200 Euro ohne Flug |
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Die Kulturgeschichte der auf dem Gebiet von Nigeria lebenden Völker lässt sich über 2000 Jahre zurückverfolgen. Das traditionelle Erbe lebt vor allem in den ländlichen Regionen in zahlreichen Festen, in Tänzen und in der Musik der verschiedenen ethnischen Gruppen fort. Seit einigen Jahren besinnt man sich verstärkt dieser traditionellen Kulturformen und fördert deren Entfaltung. Diese Reise hat Expeditionscharakter, das heißt, dass der genaue Tourenverlauf sich aufgrund örtlicher Gegebenheiten und unvorhergesehener Ereignisse ändern kann. Flexibilität, Interesse, Toleranz für andere Kulturen, Sensibilität und Geduld für das afrikanische Zeitverständnis, Belastbarkeit, sowie etwas Afrika-Erfahrung sind auf dieser Tour unabdingbar! Da es sich um eine Reise zu Zielen mit kaum entwickelter, touristischer Infrastruktur handelt, kann man kurzfristige Änderungen im Reiseverlauf nicht ausschließen. Bei den Buschcamps sind Komfortverzicht und Bereitschaft zum “Mitanpacken” gefragt. Die Camps in den Nationalparks sind teilweise sehr einfach ausgestattet und verfügen weder über Sanitäreinrichtungen noch Toilette. Grundkenntnisse von französisch sind vorteilhaft. |
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| Reisepreis | Teilnehmer und Reisedaten |
| 7200 € im Doppelzimmer Zuschlag Einzelzimmer auf Anfrage auf Anfrage p. P. Gruppe 5 – 8 |
Individualreise ab 4 Personen Ideale Reisezeit Monate: 10 – 5 |
| Eingeschlossene Leistungen | Nicht eingeschlossene Leistungen |
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Reiseverlauf
01. Tag: Flug nach N‘Djamena
Flug mit Air France über Paris in den Tschad. Empfang durch die örtliche Reiseleitung. Fahrt ins Hotel. (-/-/-)
02. Tag: Kamerun
Weiterreise über den Chari- und dann den Logone-Fluß nach Kamerun. Die Straßen sind nicht nur von Fahrzeugen und Mopeds verstopft, sondern oft auch durch Rinderherden blockiert. Fahrt zum Nationalpark Kalamaloue, wo zur Zeit größere Elefantenherden beobachtet werden. Mit einer Dichte von 8,5 Elefanten pro km² kann der Park als überbevölkert angesehen werden, allerdings hält dieser Zustand nur 6 bis 7 Monate an, denn zu Beginn der Regenzeit im Mai wandern die Elefanten zurück zum Waza-Nationalpark. Die hohe Dichte an Elefanten im Kalamalou-Nationalpark ist somit ein saisonales Phänomen. Übernachtung im Hotel in Kousseri. (F/M/A)
03. Tag: Naturpark Kalamaloue
Nach dem Frühstück weitere Pirschfahrt durch das Naturreservat. Weiterfahrt nach Blangoua, am Ufer des Tschad See gelegen. Übernachtung beim Pater Sisko. (F/M/A)
04. Tag: Tschadsee
Fahrt mit Booten zur Insel Kofia. Die Fahrt auf dem Chari-Fluß dauert hin und zurück rund zwei Stunden. Wir erreichen den dichten Schilfgürtel des Tschad-Sees. Dieser ist so breit, daß der See zunächst gar nicht ins Blickfeld rückt. Doch endlich breitet sich vor uns die endlose ruhige Wasserfläche, nur von grünen Inseln unterbrochen, aus. Hinter Papyrus-Stauden versteckt sich auf der Insel Kofi ein großes Fischerdorf aus Lehm- und Strohhütten gebaut. Wenn wir auch noch in Kamerun weilen, sind doch die Fischer aus Nigeria, Tschad und Kamerun. Alles dreht sich hier um Fisch. Er wird getrocknet (beißender Geruch), geräuchert und verkauft. Auf dem relativ großen Markt ist alles zu haben, was man in dieser abgeschiedenen Region eigentlich gar nicht erwartet. Mittagessen als Pick-Nick auf dem Boot bei der Rückreise. Weiterfahrt zum Camp des National Park Waza. (F/M/A)
05. Tag: Pouss Maga
In Pouss besuchen wir den Palais (Saré) des Sultans der Mousgoum mit vielen Zimmern und Durchgängen. An den Außenwänden befinden sich stilisierte Tiere und Symbole. Außerhalb des Ortes sind noch einige traditionelle, kuppelförmige Hütten der Mousgoum nachgebaut worden. Nach dem Mittags-Picknick Weiterfahrt zum Ort Maga. Der künstliche Maga-See dient der Bewässerung ausgedehnter Reisfelder. Während den letzten Jahren haben sich Inseln und Kanäle gebildet. Fischer siedeln auf angelegten Hügeln im See. Weiterfahrt zum Nationalpark von Waza. Übernachtung. (F/M/A)
06. Tag: Waza-Nationalpark
Waza ist mit einer Fläche von 170.000 ha der bekannteste und tierreichste Nationalpark Kameruns und kann sich dank seiner Artenvielfalt mit manchen Parks Ostafrikas messen. Ihr Pisteur kennt jeden Weg, die besten Beobachtungsplätze, die Stimmung der Elefanten und die Stellen, an denen man zum Fotografieren aussteigen darf. Für eine Foto-Safari heißt es früh aufstehen. Gleich nach Sonnenaufgang ist die beste Zeit, Tiere zu beobachten. Im Park existieren zwei Ökosysteme. Im Westen ein Waldgebiet mit vereinzelten Gruppen von Schirmakazien und dichtem Buschland. Im Osten dagegen erstreckt sich eine große Feuchtlandschaft mit Sumpfebenen. An verschiedenen Stellen des Reservats wurden Wasserstellen gebaut, an denen man die zur Tränke kommenden Tiere aus nächster Nähe beobachten kann. Der Artenreichtum im Park ist erstaunlich. Wenn man Glück hat entdeckt man verschiedene Antilopenarten, Wasserböcke und Giraffen. Die langbeinigen Strauße halten sich in den weiten Grasebenen auf. Warzenschweine findet man beim graben nach wertvollen Mineralien. Ganz schön aufdringlich können die verspielten Affen werden. Die Vielfalt an farbenprächtigen Vögeln ist eindrucksvoll. Adler, Kraniche, Marabus, Pelikane, Enten, Gänse, Eisvögel, Reiher, Ibisse, usw. Auf Löwen gibt es im Park keine Garantie. Doch auch hier dreht sich alles um die Elefanten. Bei der größten Tageshitze treten die Tiere aus dem Akaziendickicht hervor. Nicht selten sieht man Herden von über 50 Tieren, die fast lautlos zur Wasserstelle ziehen, denn es ist Badezeit. Sicher ein unvergeßliches Schauspiel, wenn man die riesigen Tiere im Wasser spritzen und plantschen sieht.
In Maroua leben viele Handwerker wie Weber, Gerber und Gelbgießer (Bronzearbeiten). Die Piste vor Mora windet sich in steilen Serpentinen auf 800 m Höhe etwa 10 km lang zum Dorf Oudjilah. Die kunstvollen Lehmhütten mit extrem spitzen Strohdächern sind eng zusammen gebaut. Der Dorfchef der Podoko wohnt hier mit seinen etwa 50 Frauen und über 110 Kindern, umschlossen von Lehmmauern. Jede Ehefrau verfügt über ihre eigene Hütte, zwei Speicher und eine Küche mit Mahlstein und Feuerstelle. In Mora sind noch Häuser und Gräber aus der deutschen Kolonialzeit zu sehen. Übernachtung. (F/M/A)
07. Tag: Fahrt nach Nigeria
Die Fahrt geht heute zunächst bis zur Grenze nach Nigeria, einem Land mit großer Vergangenheit. Das Großreich von Kanem-Bornu lag überwiegend im heutigen Nigeria. Neben den Reichen von Mali und Songhai gehörte es zu den großen Herrschaftsgebieten der vorkolonialen Epoche. Der Staat besaß eine Armee, die sich aus über 100 000 Reitern und doppelt so vielen Fußsoldaten zusammensetzte.
Nach Erledigung der Grenzformalitäten fahren wir weiter nach Maiduguri einer relativ jungen Stadt, die Anfang des 20. Jh. von den Engländern gegründet wurde. Seit 1964 endet in Maiduguri die Eisenbahnlinie aus Jos. Hier leben viele verschiedene Ethnien u.a. aus den Nachbarländern Tschad und Niger, was besonders deutlich auf dem riesigen Markt zur Geltung kommt. Übernachtung im Hotel. (F/-/-)
08. Tag: Sultansstadt Kano
Frühmorgens geht es los durch typische Sahellandschaft über Potiskum nach Kano, der alten Sultansstadt im Norden von Nigeria. Kano ist Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und mit 3,6 Mio. Einwohnern nach Lagos die zweitgrößte Stadt Nigerias. Kano geht auf eine Gründung im 9. Jh. zurück. Der Ort entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer sehr reichen Stadt. Sehenswert sind die alte Stadtmauer, der Palast des Emir und der riesige Markt. Im 19. Jh. endeten die großen Handelswege von Tripoli über Bornu im heutigen Kano. Kano gilt als Wirtschaftszentrum des Nordens, ist aber bei weitem nicht so entwickelt wie die Metropolen im Süden. Übernachtung in der Tahir Lodge. (F/-/-)
09. Tag: zur Hochebene von Jos
Am Vormittag Besichtigungen von Kano. Wir besuchen den alten Sultanspalast, der heute als Museum dient. Daneben befindet sich das Viertel der Indingo-Färber. Hier sehen wir noch Teile der alten Stadtmauern, die mit deutscher Hilfe restauriert werden und stellen fest, daß sich auf dem alten Markt seit den früheren Tagen nicht sehr viel verändert hat.
Gegen Mittag verlassen wir dann die Altstadt von Kano und fahren Richtung Jos. Langsam wird die Vegetation üppiger und die Temperaturen angenehmer. Das Jos Plateau auf etwa 1200 m Höhe verfügt über ein sehr angenehmes Klima. Schon die Kolonialherren wußten dies zu schätzen und hielten sich zur heißen Jahreszeit in der Region auf. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel. (F/-/-)
10. Tag: Jos
Am Vormittag Besichtigung von Jos. Hauptsehenswürdigkeit ist das Museum mit verschiedenen Exponaten aus der Kolonialzeit, Nachbildungen von Gehöften der verschiedenen Ethnien Nigerias und den Exponaten aus der Nok-Kultur.
Am Nachmittag besuchen wir den Markt. Abendessen und Übernachtung im Hotel vom Vorabend. (F/-/-)
11. Tag: Politische Hauptstadt Abuja
Rund 300 km trennen uns von der Hauptstadt Abuja, welche seit dem 12. Dezember 1991 Lagos als Hauptstadt Nigerias abgelöst hat. Bereits im Jahr 1976 fasste die Regierung den Beschluss, die Hauptstadt von Lagos nach Abuja zu verlagern. Der japanische Stararchitekt Kenzo Tange erhielt den Auftrag, die Stadt zu planen. Abuja ist eine künstlich geschaffene und in ihrem Wachstum stark kontrollierte Stadt, ein kultureller wie städtebaulicher Fremdkörper innerhalb Nigerias. Wir besichtigen u.a. das Botschaftsviertel, den Regierungssitz und das Parlament. Übernachtung. (F/-/-)
12. Tag: Wirtschaftliche Hauptstadt Lagos
Transfer zum Flughafen von Abuja. Flug nach Lagos. Transfer zum Hotel.
Mit über 8 Mio. Einwohnern in der eigentlichen Stadt und über 10 Mio. in der Umgebung gehört Lagos neben Kairo zu den größten Städten Afrikas und der Welt. Lagos wurde wahrscheinlich im 14. Jh. von Bauern und Fischern der Olofin besiedelt. Ihr Herrscher teilte die Insel unter seinen 10 Söhnen auf. Einer von ihnen, Aromire, pflanzte Gemüse an und errichtete seinen Hof an der Stelle, an der heute der Palast des Oba, des traditionellen Herrschers der Yoruba steht. 1472 landeten portugiesische Seefahrer an der Küste von Eko und nannten die Siedlung Lago de Curuma. Diese wurde zu einer Handelsniederlassung ausgebaut und erhielt den Namen Lagos, benannt nach der Hafenstadt im Süden Portugals. Die einheimischen Könige lieferten die Sklaven für den transatlantischen Sklavenhandel der Portugie- sen. 1861 annektierten die Briten das Gebiet und schafften den Sklavenhandel ab. Der wirtschaftliche Aufschwung, die Eisenbahn und Telefonanbindung ab 1886 und die Einführung der Straßenbeleuchtung auf Victoria Island zogen Menschen aus ganz Westafrika und Brasilien an. 1914 wurden Nord- und Südnigeria zusammen-geschlossen und Lagos wurde zur Hauptstadt der Federation of Nigeria unter britischer Herrschaft. Ab 1960 war Lagos Hauptstadt des unabhängigen Staates Nigeria. Am Nach- mittag besuchen wir das Nationalmuseum. Im angeschlossenen Handwerkszentrum besteht die Möglichkeit, nigerianisches Kunsthandwerk zu erstehen. Auf dem Jankara-Markt werden Gewürze, bedruckte Baumwoll- und handgewebte Stoffe sowie Lederartikel angeboten. Ein markantes Gebäude in Lagos ist auch das Nationaltheater mit seiner ovalen Grundfläche. Unterkunft. (F/-/-)
13. Tag: Freizeit und Rückflug
Lagos hat zahlreiche dichtbesiedelte Stadtviertel mit unterschiedlichsten Eigencharakteren. Für den niederländischen Architekten Rem Koolhaas ist die Stadtentwicklung von Lagos beispielhaft für die Metropolen des 21. Jahrhunderts. Am Vormittag besuchen wir den Palast des Oba. Am Abend Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Paris. (F/-/-)
14. Tag: Heimreise
Nach der Zwischenlandung in Paris, individuelle Heimreise.
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Telefonisch: + 41 76 270 3807
oder per E-Mail an info Nennen Sie uns Ihren Wunschtermin, Name der Teilnehmer und ob wir Ihnen bei der Buchung des Fluges behilflich sein sollen. Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung |
Download Reisebeschreibung: Nigeria 21 – der unbekannte Riese Westafrikas




Mathias Ullmann