Orient
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| Jemen 03 - Hadramaut Berge und das Meer | |
| 15 Höhepunkte Jemens ab 2 Personen: 1700 € / Teilnehmer ohne Flug |
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Diese Reise führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Jemen. Das Wadi Hadramaut wird ab der Hafenstadt Mukalla am Indischen Ozean besucht; dorthin fliegen wir von Sana´a und wieder zurück. Der südliche Bergjemen und das Rote Meer im zweiten Reiseteil vermitteln wieder ganz andere Eindrücke. Der Traum vom alten Orient wird schon in Sana´a Wirklichkeit, eine der ältesten Städte der Erde. Der Legende nach wurde sie von Sem gegründet, Sohn des biblischen Noah. In der Altstadt stehen mehrstöckige Häuser aus gebrannten Lehmziegeln. Im Souk gibt es fast alles zu kaufen: prächtigen Silberschmuck und edle Stoffe, Weihrauch und Gewürze. Die Landschaft ist im Bergjemen wild-herb und sanft, die Dörfer sind abweisend und einladend zugleich. Nach dem Besuch von Sana´a und alter Bergdörfer vor einer wilden Bergkulisse fliegen wir zur Hafenstadt Mukalla am Indischen Ozean. Von hier aus reisen wir auf die Hochebene des Djol in eine andere Welt: Das Wadi Hadramaut wird auf beiden Seiten von rötlichen Tafelbergen begrenzt. |
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| Reisepreis | Teilnehmer und Reisedate |
| Reisepreis Kleingruppe: 1700 € / Teilnehmer ohne Flug 180 € Zuschlag Einzelzimmer |
Ideale Reisezeit Monate: 1 bis 4, 10 bis 12 Gerne erarbeiten wir gemäß Ihren Wünschen Ihre individuelle Jemen Reise aus. |
| Eingeschlossene Leistungen | Nicht eingeschlossene Leistungen |
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Reiseverlauf
01. Tag: Europa - Sana´a
Flug nach Sana’a. Übernachtung im romantischen Altstadthotel "Arabia Felix". Viele Zimmer haben ein angrenzendes Bad mit Toilette und Dusche; andere auf dem Gang. Der Blick von der Dachterrasse auf die Häuser der Altstadt im "Zuckerbäckerstil" ist überwältigend. Alternativ können Sie auch in einem komfortableren Hotel übernachten, das allerdings in der Neustadt liegt und nicht das Flair des "Arabia Felix" bietet. Hier empfehlen wir das 4* Hotel Mercure mit 70 Zimmern. Aufpreis auf Anfrage.
02. Tag: Sana´a
Hinter dem historischen Stadttor Bab al Jemen beginnt eine andere Welt - der Souk von Sana'a. Geldwechsler und fliegende Händler sind hier versammelt, überall erheben sich schlanke Minaretts der Moscheen aus den Gassen. Überwiegend beherrschen Männer mit ihrem Krummdolch das Treiben. An der Großen Moschee vorbei gelangen wir zum Gewürzmarkt - einem der größten der ganzen arabischen Welt. Wir besuchen auch das interessante Nationalmuseum an Rand der Altstadt. Abendessen, zweite Übernachtung im Hotel.
03. Tag: Ausflug Wadi Dar - Thula - Shibam - Kawkaban
15 km nordwestlich von Sana´a kommen wir zum Wadi Dar. Es ist vor allem durch die ehemalige Sommerresidenz dem Imam Yahya bekannt, der auch den Palast in Sana´a erbauen ließ (heute Nationalmuseum). Das "Zuckerbäcker-Bauwerk" wurde auf einen Felssporn gebaut und ist wohl das am meisten fotografierte Gebäude des Landes. Dahinter erheben sich schroffe Felsen des grünen Tals. Der Ort Shibam 25 km nordwestlich duckt sich an die Rückseite des Berges, an den Kaukaban gebaut wurde. Wir fahren zunächst weiter nach Norden: 8 km weiter liegt Hababah inmitten der Berge und einige km nördlich Thula. Dieser Ort ist seit dem Mittelalter praktisch unverändert - ein seltenes Beispiel für eine fast perfekt erhaltene Stadt des Hochlandes mit steinernen Turmhäusern. Kaukaban wurde auf einem 2.720 m hohen Bergplateau errichtet, das nach allen Seiten steil abfällt. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Sana´a, Übernachtung.
04. Tag: Flug nach Saiyun
Sayun wird vom riesigen Sultanspalast aus dem 16. Jahrhundert überragt. Er beherbergt nun ein entsprechend weitläufiges Volkskundemuseum. 10 km östlich von Sayun befindet sich die weiß gekalkte Grabanlage des Ahmed bin Issa Al Mojahir, dem Stammvater aller Sa´ada (religiöse Oberschicht) des Hadramaut. 25 km östlich liegt die Heilige Stadt Tarim zwischen den schroffen Bergen und grünen Feldern. Wieder zurück in Sayun, dem politisch-wirtschaftlichen Zentrum des Hadramaut, fahren wir 20 km westlich nach Shibam. Das "Manhattan der Wüste" besteht aus etwa 500 Lehm-Hochhäusern; die meisten sind über 400 Jahre alt und bis zu 9 Stockwerke hoch.
05. Tag: Wadi Dowan – Buqshan
Im Inneren des Hadramaut, Seitental des Wadi Hadramaut, zweigt das Wadi Doan etwa beim Ort Mashhad nach Süden vom Haupttal ab. Bekannteste Orte im Tal sind Mashhad Ali (Heiligengräber), Hadjarain, Sif, Budah und al-Khuraiba.
Am nördlichen Eingang des Wadi Doan liegen die Überreste der antiken Siedlung Raybun mit leider sehr schlecht erhaltenen Bauresten von Tempeln (im Museum von Sayun Ausstellungsstücke von der sowjetisch-jemenitischen Grabung in Raybun).
Vor allem im südlichen Verlauf des Wadi Doan, ab Hadjarain, verengt sich das Tal und es folgen teilweise dicht mit Palmen bestandene Oasen. Viele Dörfer haben palastartige Häuser, oft lebt ein Teil der Familie als Händler im Ausland. Das Wadi Doan ist berühmt für seinen Honig.
Die Hauptstraße durch das Wadi Hadramaut bis Hadjarain, etwa 25 km, ist eine gut ausgebaute Teerstraße, lediglich der Abstecher zum Ort ist eine holprige Wadibett-Durchquerung. Hadjarain liegt auf einem Bergrücken (man kann entweder rauflaufen oder auch fahren). Von oben bietet sich ein guter Rundblick über das Wadi mit seinen Feldern und den Palmen. Rundgang durch den Ort ca. 30-60 Minuten.
In Sif (25 km von Hadjarain, ca. 45 Min. Fahrt auf ungeteerter Strecke) gibt es ein paar hübsche, bunt bemalte Häuser und eine Garküche, in der man auch mitgebrachtes Picknick zubereiten kann.
In Buddah (23 km von Sif, ca. 40 Min. Fahrt) ist Mittwoch Markttag, auch ansonsten gibt es dort ganz gute Einkaufsmöglichkeiten. In Buddah zweigt deine Piste nach Westen ab hoch über einen Teil des Djol zum Wadi Hajr.
06. Tag: Mukalla
Heute geht unsere Reise weiter nach Mukalla, welche neben Aden die wichtigste Hafenstadt des Jemen, aber ungleich älter ist. Sie war schon im 2. Jh. n.Chr. auf der Landkarte des Ptolemäus als Maccala verzeichnet. Die Altstadt mit ihren weißen Gebäuden ist urwüchsig und wurde auf einer Halbinsel angelegt; an der Biegung erhebt sich die alte Rauda-Moschee mit ihrem dickbauchigen Minarett. Ab dem späteren Vormittag können Sie sich dann im klimatisierten Zimmer eines neueren 3* Hotels nahe des Indischen Ozeans erholen.
07. Tag: Rückflug nach Sana’a
Freizeit bis zum Transfer und Rückflug in die Hauptstadt.
08. Tag: Sana´a - Taiz
Über Dhamar und Yarim fahren wir im südlichen zentralen Hochland weiter nach über Ibb nach Jiblah. Der Ort erhebt sich wie eine Festung in den Bergen; über eine alte Steinbrücke gelangt man in die Altstadt. Taiz liegt auf 1.400 m an den Hängen des Jebel Sabir. Die lebhafte Stadt hat sich über eine ganze Bergkette ausgebreitet und ist nach Sana´a und Aden mit knapp 900.000 Einwohnern Jemens drittgrößte Stadt. Taiz ist eine der lebendigsten Städte des Landes, die vor der Vereinigung der beiden Jemen wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung lange als heimliche Hauptstadt des Nordens betrachtet wurde. Immer noch ist Taiz eines der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren, was unter anderem zu dem gewaltigen Bauboom der letzten Jahre führte. Die Moscheen in der unterhalb der Zitadelle al-Qahira gelegenen Altstadt zählen zu den prachtvollsten des Landes. Eine Auffahrt auf den steil die Stadt überragenden Hausberg Djabal Sabr bietet einen eindrucksvollen Überblick über Taiz.
09. Tag: Ausflug nach Aldhabab (Sonntag)
Aldhabab ist ein Wadi in der Umgebung von Taiz und in diesem Wadi gibt es einen Sonntagsmarkt, den Suq Aldhabab. Er gilt als einer der schönsten lokalen Märkte im ganzen Land.
10. Tag: Zabid - Hodeidah
Zabid in der Küstenebene der Tihama war bereits um 800 n. Chr. Universitätsstadt und war zu seiner Zeit eines der wichtigsten Zentren islamischer und wissenschaftlicher Gelehrsamkeit. Hier entstand eines der ersten Lehrbücher zur Algebra. Vom alten Glanz der Stadt ist allerdings nicht mehr viel zu sehen. Nur wer offenen Auges die Stadt besichtigt, wird erkennen können, weshalb Zabid zum Weltkulturerbe erklärt und damit in die UNESCO Liste aufgenommen wurde. Deutlichstes Zeichen sind die an einigen Häusern noch erhaltenen phantastischen Stuckornamente. Interessant ist eine kurze Besichtigung der in der Osmanischen Zeit errichteten Zitadelle. Die moderne Entwicklung ist an Zabid, wie an der ganzen Tihama, bislang weitgehend vorbei gegangen – die gesamte Region zählt zu den ärmsten und wirtschaftlich unterentwickeltsten des Landes.
Hodeidah am Roten Meer ist die größte Hafenstadt des Jemen. Ein Besuch des Fischmarktes am frühen Morgen ist eindrucksvolles Erlebnis – zu Dutzenden werden hier Haie unterschiedlicher Größe neben Mantas, Schwertfischen und einer Vielzahl anderer Bewohner des Roten Meers angeliefert.
11. Tag: Al Kukhah - Zabid - Menacha
Nur 30 km landeinwärts gelangen wir zunächst nach Hais, der wichtigsten Töpferstadt der Tihama. Zabid war ein religiös-wissenschaftliches Zentrum. Hier wurde die Algebra erfunden; es gab im 13. Jahrhundert 200 Schulen und 5.000 Studenten. An der Hafenstadt Hodeidah vorbei fahren wir auf guter Straße hinter Bajil wieder in den kühlen Bergjemen. Heute, am Mittwoch ist Markttag in Bajil. Wir folgen dem Wadi Sundid und gelangen nach Menacha. Der liegt im Zentrum einer terrassierten Kulturlandschaft des Haraz-Gebirges. Übernachtung im Funduk (lokale, gemütliche Herberge).
12. Tag: Wanderung bei Menacha
Die Bergwelt ist hier besonders beeindruckend. Wir wandern nach Hotäb, unterhalb von Hajarah. Viele der Steinhäuser haben hier (sonst ungewöhnlich für den Jemen) blaue Fenster, Türen, und Schmuckbänder im gleichen Hellblau. Wir wandern weitere etwa zwei Stunden nach Westen; immer wieder mit herrlichen Ausblicken. Zweite Übernachtung im Funduk.
13. Tag: Manakha-Hajjah
Manakha liegt in etwa 1500 m Höhe in einem Sattel zwischen den weit über 2000 m hoch aufragenden Bergen des Harazgebirges. Schon immer diente Manakha als natürliche Festungsstadt zur Vorverteidigung von Sana'a. Die strategisch günstige Lage an den Steilhängen machte den Bau einer Stadtmauer überflüssig. Heute führt die Hauptverbindungsstraße vom Roten Meer hinauf nach Sana'a nahe an der Ortschaft vorbei – ein Besuch in dieser wild zerklüfteten Bergwelt gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten einer Jemenreise.
Von Manakha aus windet sich an den Berghängen entlang eine Piste zum rund 2000 Meter hoch gelegenen Dorf Al Hajjarah, dessen Name „die Steinerne" bedeutet. Ein großer Teil der Berghänge sind terrassiert; es wird überwiegend Hirse und Qat, aber auch Kaffee angebaut. Die Terrassen und Dörfer im Harazgebirge um Manakha gelten als die schönsten des Jemen – und Al Hajjarah als schönster Ort des Harazgebirges! Die turmartigen Häuser dieses Wehrdorfes stehen so dicht zusammen, dass sie – auf einem steilen Felsen erbaut –, eine geschlossene Abwehrmauer bilden. Es gibt nur einen einzigen schmalen Zugang zum Ort, der von einem schweren Holztor verschlossen wird. Al Hajjarahs bis zu fünf Stockwerke hohen Häuser sind direkt auf den unebenen Felsgrund aufgesetzt – eine kühne Leistung der jemenitischen Baumeister.
14. Tag: Menacha - Sana´a
Wir fahren nach Nordosten zurück nach Sana´a, durch eine faszinierende Gebirgslandschaft, vorbei am 3.660 m hohen Jebel Nabi Shuayb, dem höchsten Berg des Landes. Hinter der kommenden Paßhöhe (2.500 m) geht es hinab nach Sana´a; rechts erhebt sich der Jebel Aybahn (3.187 m). An diesem letzten Nachmittag ist ein weiterer Besuch der Altstadt und des Souk vorgesehen; Sie können diese Zeit bis zum Abschiedsessen natürlich auch individuell verbringen.
15. Tag: Sana´a - Europa
Die meisten Rückflüge nach Europa sind kurz nach Mitternacht.
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José Saramago