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Die Stadt Nürnberg protestiert in aller Schärfe gegen dieses Vorgehen der iranischen Behörden und appelliert an die Verantwortlichen, Masoumeh Dehgan unverzüglich aus der Haft zu entlassen. Dies wird Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly auch in einem Schreiben an den iranischen Botschafter deutlich machen. Wie Soltanis Familie vermutet, zielt die Verhaftung von Frau Dehgan darauf ab, den Druck auf ihren Mann zu erhöhen. Masoumeh Dehgan war laut ihrer Tochter zu einer Unterredung in das Evin-Gefängnis vorgeladen worden und ist dort mit zwei Anwälten erschienen, die jedoch nicht vorgelassen wurden. Nach drei Stunden erhielten die Anwälte die Auskunft, dass sie nicht mehr zu warten bräuchten – seitdem gibt es keine neue Nachricht von Frau Dehgan; weder liegt ein Haftbefehl vor, noch nannten die Behörden Gründe für ihre Inhaftierung. Auch ihr Ehemann Abdolfattah Soltani steht weiterhin unter Beobachtung des iranischen Sicherheitsdienstes und wird immer wieder von den Behörden vorgeladen. Der Menschenrechtsaktivist Abdolfattah Soltani ist 2009 mit dem Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis ausgezeichnet worden. Seit Jahren setzt sich der Rechtsanwalt unter enormen persönlichen Risiken für politische Gefangene ein und bemüht sich trotz großer Repressalien, schwere Menschenrechtsverletzungen der iranischen Behörden aufzudecken und öffentlich anzuklagen. Seine Ehefrau Masoumeh Dehgan ist vielen Nürnbergerinnen und Nürnbergern mit ihrer bewegenden Rede im Nürnberger Opernhaus in Erinnerung, als sie den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis stellvertretend für ihren Ehemann entgegennahm. Ihm hatten die iranischen Behörden kurz vor seiner Ausreise den Pass entzogen und ihn damit an der Ausreise gehindert
Text: Copyright Iris Anna Kötter, www.sansibar-news.com
 

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